Rincker

Auch wenn Glockengießer durch ihr technisches Wissen schon immer problemlos in der Lage waren auch dekorativen und künstlerischen Guss herzustellen, die Zusammenarbeit mit Künstlern erfordert mehr als nur die Umsetzung eines -meist bildhauerischen- Modelles aus Materialien wie Gips, Holz, Metall, gebranntem Ton, Lehm oder Wachs. Ist es doch gerade die intellektuelle Auseinandersetzung mit Form, Materie, Schaffenskraft und Gedankengut der Künstlerinnen und Künstler, die so eine enge Zusammenarbeit zulässt und Schöpferisches in der Manufaktur werden und entstehen lässt.


Es ist Hans Gerd Rinckers Verdienst, der sich für diese Arbeit und deren Art so sehr interessiert, dass er nach dem Zweiten Weltkrieg die bereits jahrhundertealte und nun auch weltbekannte Glockengießerei um eine Kunstgussmanufaktur erweitert, in der möglichst alle künstlerischen Objekte im bekannten Sandgussverfahren, später auch im keramischen Wachsausschmelzverfahren hergestellt werden können.
Beide Verfahren ähneln in Grundzügen der Glockenformerei, besonders der -gießerei. Im Laufe der Zeit haben die Kunstgießer bei Rincker ihr Handwerk immer weiter perfektioniert. So entstehen heute in Zusammenarbeit mit nationalen, aber auch internationalen Künstlerinnen und Künstlern gegenständliche Bildhauerarbeiten und abstrakte Kunstobjekt. Ob tonnenschwer oder zierlich klein, ob in Bronze, Messing, Eisen, Aluminium, Neusilber oder Zink- die Einrichtung der Kunstgießerei und vor allem die große Erfahrung des Kunstgussteams machen (fast) alles möglich, seit jüngster Zeit selbst auch im modernsten Vakuumgussverfahren in Kuvetten.


Die Unterschiede der drei in unserer Manufaktur angewandten Verfahren werden in den Untermenus beschrieben:

  • Sandgussverfahren

  • Wachsausschmelzverfahren

  • Vakuumgussverfahren